DGUV V3/V4-Prüfung für Betriebe im Oberland
DGUV V3 Prüfung für Betriebe im Oberland: Elektrotechnik Civan prüft vom Supermarkt und Kiosk über Läden und Büros bis zur Werkstatt. DGUV V4 prüfen wir, wenn diese Vorschrift für Ihren Unfallversicherungsträger gilt. Wir prüfen ortsfeste elektrische Anlagen und ortsveränderliche Betriebsmittel. Auch Schulen und öffentliche Einrichtungen betreuen wir. Ob DGUV V3 oder V4 anzuwenden ist, richtet sich nach dem zuständigen Unfallversicherungsträger. Hier finden Sie die Messschritte und den Unterschied zwischen Erst- und Wiederholungsprüfung.
Leistungen im Überblick
Zwei Prüfbereiche – klar getrennt
01 · Ortsfeste elektrische Anlagen
Zum Beispiel Verteilungen, Stromkreise und fest angeschlossene Betriebsmittel. Wir prüfen Schutzmaßnahmen und Messwerte bei Erst- und Wiederholungsprüfungen.
02 · Ortsveränderliche Betriebsmittel
Zum Beispiel Handwerkzeuge, Bürogeräte, Verlängerungsleitungen und Ladegeräte. Jedes Gerät wird einzeln identifiziert und nach Bauart und Schutzklasse beurteilt.
01 · Ortsfeste elektrische Anlagen
DGUV V3 Prüfung ortsfester Anlagen: Erst- und Wiederholungsprüfung
Ortsfeste Anlagen sind zum Beispiel Verteilungen, Stromkreise, Steckdosen und fest angeschlossene Betriebsmittel in einem Gebäude. Eine Erstprüfung erfolgt nach einer Neuerrichtung sowie nach Änderungen oder Erweiterungen vor der Inbetriebnahme. Wiederholungsprüfungen beurteilen, ob die Anlage im laufenden Betrieb weiterhin sicher ist. Der Prüfumfang richtet sich nach Anlagenart, Schutzmaßnahme, Zustand und Nutzung.
Erstprüfung
Nach Neuerrichtung, Änderung oder Erweiterung werden Besichtigen, Erproben und Messen kombiniert. So wird geprüft, ob die Schutzmaßnahmen wie geplant umgesetzt sind und wirksam funktionieren.
Wiederholungsprüfung
Im Betrieb werden Zustand, Schutzmaßnahmen und relevante Messwerte erneut beurteilt. Prüffristen werden passend zur Gefährdungsbeurteilung und den Einsatzbedingungen festgelegt – nicht pauschal für jede Anlage gleich.

Typische Messschritte an ortsfesten Anlagen
1. Besichtigen und Unterlagen prüfen
Wir prüfen zugängliche Anlagenteile, Kennzeichnungen, Schutz gegen direktes Berühren, erkennbare Schäden und – soweit vorhanden – Stromkreis- und Prüfunterlagen. Das hilft, die Messungen sicher und passend zur Anlage zu planen.
2. Schutzleiter und Potentialausgleich
Die Durchgängigkeit der Schutzleiter und der relevanten Potentialausgleichsverbindungen wird gemessen. Damit wird beurteilt, ob im Fehlerfall ein zuverlässiger Schutzleiterpfad vorhanden ist.
3. Isolationswiderstand
Die Isolierung zwischen aktiven Leitern sowie zwischen aktiven Leitern und Schutzleiter wird – soweit für die Anlage geeignet – geprüft. Auffällige Werte können auf beschädigte oder gealterte Isolation hinweisen.
4. Abschaltbedingungen
Je nach Netz- und Schutzsystem werden Schleifenimpedanz beziehungsweise geeignete Ersatzverfahren herangezogen, um die automatische Abschaltung im Fehlerfall zu beurteilen. Die Messergebnisse werden mit den eingesetzten Schutzorganen abgeglichen.
5. RCD/FI prüfen
Vorhandene Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen werden mit einem geeigneten Prüfgerät auf Auslöseverhalten und Auslösezeit geprüft. Die Prüftaste allein ersetzt diese Messung nicht.
6. Polarität, Drehfeld und Funktion
Wo es für die Anlage erforderlich ist, werden Zuordnung und Polarität, Drehfeld sowie die Funktion ausgewählter Stromkreise und Betriebsmittel geprüft. Welche Punkte dazugehören, richtet sich nach der konkreten Installation.
Die Messungen müssen zur Schutzmaßnahme und zur Anlage passen. Nicht jeder Prüfschritt ist bei jeder Anlage identisch oder ohne Weiteres anwendbar. Ergebnisse, Messpunkte und festgestellte Abweichungen gehören nachvollziehbar ins Prüfprotokoll.
Warum die DGUV V3 Prüfung wichtig ist
Ein Stromkreis kann äußerlich unauffällig wirken und trotzdem eine unwirksame Schutzmaßnahme, eine unterbrochene Schutzleiterverbindung oder eine verschlechterte Isolation haben. Die Messungen machen solche Fehler sichtbar, bevor sie zu gefährlichen Berührungsspannungen, einem elektrischen Schlag oder einer Brandgefahr führen. Das Prüfprotokoll zeigt außerdem, welche Bereiche geprüft wurden und wo Handlungsbedarf besteht.
02 · Ortsveränderliche Betriebsmittel
Geräte einzeln prüfen und Messwerte bewerten
Ortsveränderliche Betriebsmittel sind Geräte, die während des Betriebs bewegt oder leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden können, zum Beispiel Handwerkzeuge, Bürogeräte, Verlängerungsleitungen und Ladegeräte. Jedes Prüfobjekt wird identifiziert und entsprechend seiner Bauart und Schutzklasse beurteilt.
DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher Geräte: Messung und Bewertung
1. Sichtprüfung
Gehäuse, Leitung, Stecker, Zugentlastung und Anschlussstellen werden auf Beschädigungen, Veränderungen und erkennbare Sicherheitsmängel geprüft. Viele Fehler lassen sich bereits hier entdecken.
2. Schutzleiterwiderstand
Bei Geräten der Schutzklasse I wird die Schutzleiterverbindung zwischen Stecker und berührbaren leitfähigen Teilen gemessen. Dabei wird auch beurteilt, ob die Verbindung entlang der Anschlussleitung zuverlässig ist.
3. Isolations- oder Ableitstrommessung
Je nach Schutzklasse, Schaltung und Herstellerangaben wird der Isolationswiderstand gemessen oder ein geeignetes Verfahren zur Beurteilung von Schutzleiter- beziehungsweise Berührungsstrom verwendet. Elektronik und Überspannungsschutz können die passende Methode beeinflussen.
4. Funktionsprüfung
Wenn sicher und für das Gerät erforderlich, wird die Funktion geprüft. Bei bestimmten Geräten werden zusätzlich Stromaufnahme oder Ableitströme im Betrieb beurteilt.
5. Bewertung und Dokumentation
Messwerte werden anhand der für das Gerät passenden Kriterien bewertet. Ergebnis, Gerätezuordnung und festgestellte Mängel werden dokumentiert; die Kennzeichnung erfolgt entsprechend dem vereinbarten Prüfumfang.
Warum jedes Gerät einzeln zählt
Ein beschädigtes Anschlusskabel, ein fehlerhafter Schutzleiter oder ein Isolationsfehler bleibt im Arbeitsalltag oft unbemerkt. Die Einzelprüfung ordnet Messwerte dem konkreten Gerät zu. So lassen sich mangelhafte Geräte gezielt aussondern, Reparaturen nachvollziehen und Bestände übersichtlich verwalten.

Prüfumfang für Ihren Standort abstimmen
Nennen Sie uns Einrichtung, Standort und die zu prüfenden Anlagen oder Geräte. Für die DGUV V3 Prüfung stimmen wir Messumfang, Zugänge und Dokumentation vor dem Termin mit Ihnen ab.
Prüfung anfragen +49 157 8345 4140Normen einfach erklärt
Geräteprüfung: früher und heute
Früher: eine gemeinsame Bezeichnung
Die Prüfungen von Elektrogeräten wurden häufig unter DIN VDE 0701-0702 zusammengefasst – für regelmäßige Prüfungen und für Prüfungen nach einer Reparatur.
Heute: getrennt nach Anlass
Seit 2021 gibt es dafür zwei europäische Normen: DIN EN 50699 für regelmäßige Wiederholungsprüfungen und DIN EN 50678 für Prüfungen nach einer Reparatur.
Für ortsfeste Anlagen unterscheiden wir vor allem zwischen der Prüfung nach Neubau oder Änderung und der wiederkehrenden Prüfung im laufenden Betrieb. Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, klären wir passend zu Ihrer Anlage und Nutzung.
Einsatzgebiet · Oberland
Einsatzgebiet im Oberland
Unser Betriebssitz befindet sich in Oberammergau. Von dort aus übernehmen wir DGUV V3/V4-Prüfungen für Schulen, öffentliche Einrichtungen und Betriebe im Oberland. Für jeden Auftrag stimmen wir Einsatzort, Prüfobjekte und ungefähren Umfang individuell ab.
Bei einer Anfrage helfen uns der genaue Standort und eine ungefähre Anzahl der zu prüfenden Anlagen und Geräte, den Einsatz mit Ihnen abzustimmen.
Häufige Fragen zur DGUV V3 Prüfung
Was wird bei einer Anlagenprüfung gemessen?
Je nach Anlage prüfen wir zum Beispiel Schutzleiterverbindungen, Isolierung, Abschaltung im Fehlerfall und FI-Schutzschalter.
Was ist der Unterschied zur Geräteprüfung?
Bei Elektrogeräten prüfen wir jedes Gerät einzeln. Die Messungen hängen unter anderem von Bauart, Schutzklasse und Einsatz ab.
Warum gibt es zwei Normen für Geräteprüfungen?
Die Norm richtet sich nach dem Anlass: DIN EN 50699 beschreibt die regelmäßige Wiederholungsprüfung im Betrieb. DIN EN 50678 betrifft die Prüfung eines Geräts nach einer Reparatur. Die frühere Sammelbezeichnung DIN VDE 0701-0702 wurde damit in zwei Normen aufgeteilt. Welche Prüfung für Ihren Auftrag passt, hängt davon ab, ob ein Gerät turnusmäßig geprüft oder nach einer Reparatur erneut beurteilt wird.
Weiterführende Hinweise der DGUV: Prüfung ortsfester Anlagen · Prüfung ortsveränderlicher Geräte.